




Bodo Wartke: „Noah war ein Archetyp“ im Kölner Theater am Tanzbrunnen
„Klavierkabarett in Reimkultur“: So umschreibt Bodo Wartke sein Programm, „Klavier
und Gesang, und zwar gleichzeitig.“ Drei Klavierkabarettprogramme und eine Ein-
Mit seinem dritten Klavierkabarettprogramm „Noah war ein Archetyp“ gastierte er am 25. September 2010 im ausverkauften Theater am Tanzbrunnen in Köln.
„Bodo Wartke singt Lieder, die heißen wie Frauen.“ Dies treffe, so Wartke, den Inhalt
seines Programms, das mit Noah selbst wenig zu tun habe. Doch es geht nicht nur um
Frauen und um die Liebe, sondern auch um verschiedenste andere Themen: Zwölftonmusik,
PC-
Wer nun jedoch glaubte, das bereits seit einigen Jahren gespielte Programm schon
zu kennen, wurde wiederholt überrascht. Abwechslung bereitete nicht nur Wartkes aus
Berlin angereiste dreiköpfige „Schönen Guten A-
Einige kleine Verspieler im Laufe des Abends mögen ihm verziehen werden. Die gefühlvollen
Stücke „Ich vermiss’ dich“ und „90 Grad“ wurden jedoch diesmal etwas emotionsloser
und zügiger präsentiert als man es von ihm kennt und ließen den sonst üblichen Tiefgang
vermissen. Wartke wirkte hier etwas unkonzentriert, fing sich aber rasch wieder und
fand bald zu seiner üblichen Form und Spielfreude zurück. Spontan gab er zum Beispiel
einer Zeile seines Stückes „Verena“ einen Lokalbezug (in dem er auf die Kölner LANXESS-
Als sich am Ende das Publikum mit einem Ruck von den Plätzen erhob und andauernden Applaus spendete, war auch der Künstler sichtlich beeindruckt. Kurz und gut: Bodo Wartke hat wieder einmal Standing Ovations verdient.
Sandra Niggemann