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Premiere im Ebertbad Oberhausen, 16.04.2010
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Timm Beckmann studierte Klavier an der Folkwang Hochschule in Essen und klassische
Liedbegleitung in Wien, war als Studio-
Tobias Janssen absolvierte ein Gitarrenstudium in Arnheim in den Niederlanden
und ist ein gefragter Live-
Nach diesen Informationen und der Ankündigung „Hier trifft Klassik auf Hardcore, um sich perfekt zu ergänzen“ durfte man auf die Premiere des Programms „Wir geben Alles – gelacht wird nicht“ am 16.04.2010 im Ebertbad Oberhausen gespannt sein.
Und so bestand das Programm, durch das die beiden Künstler im Dialog führten, aus raschen Wechseln unterschiedlichster Musikrichtungen: Von Klassik über Jazz und Chanson hin zu Funk, Rock und Pop wurde kein Genre ausgelassen, Originalwerke fanden ebenso ihren Platz wie Variationen und bisweilen gewagte Verfremdungen, und auch eigene Kompositionen des Duos wurden präsentiert.
Der Abend begann fulminant: Johann Sebastian Bachs Präludium c-
So lebte die erste Hälfte der Show von eben diesem Wechsel zwischen klassischer
und zeitgenössischer Musik. Beckmanns erklärtem Ziel, Interesse an klassischer Musik
zu wecken, kamen die beiden Musiker durch beeindruckende Interpretationen und Virtuosität
näher; insbesondere der auf Flügel, Keyboard und E-
Hierzu passte auch Timm Beckmanns Plädoyer für einen lockeren, zeitgemäßen Umgang
mit klassischer Musik: Gegen das, so Beckmann, „möchtegern-
Während anfangs die Beschäftigung mit den verschiedenen Musikstilen sowie die
Erfindung verschiedener „Schnulzen-
Ohne inhaltlichen Zusammenhang auch die eigenen Songs des Duos. Ich rette Deutschland und 1 & 1 erschienen zudem nicht nur deplatziert, sondern in großen Teilen auch beleidigend bzw. geschmacklos.
So änderte sich mit fortschreitender Zeit auch die Stimmung beim Zuschauer: Während
Beckmanns Tom-
Der zweite Teil des Programms zog sich zäh dahin, und weder die Lichtregie, die im ersten Teil noch phantasievoll die Musik untermalt hatte, noch wiederholte Einlagen am Keyboard sorgten für Abwechslung. Statt hier vorprogrammierte Klangsequenzen zu präsentieren, hätte Beckmann eher an die Virtuosität anknüpfen sollen, die er zu Beginn am Flügel unter Beweis gestellt hatte.
Insgesamt ein guter Ansatz, der sich jedoch in Konzeptlosigkeit und den Längen
des Programms verlor. Schade insbesondere, wenn man das Talent und die Experimentier-
„Wir geben Alles“ – ist eben manchmal zu viel, und die Quantität hätte durch Qualität, die die beiden Musiker zweifelsohne besitzen, ersetzt werden können.
Sandra Niggemann
Foto:
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