Tarzan und WWF starten gemeinsame Kooperation
Hamburg, 30.06.2011
Seit knapp drei Jahren läuft Disneys Musical Tarzan erfolgreich im Stage Theater
Neue Flora in Hamburg. Weit über eine Million Besucher ließen sich bereits von dieser
Show in den Bann ziehen. Die Geschichte scheint bekannt: Der junge Mann, der als
Waise von Gorillas im afrikanischen Dschungel aufgezogen wurde und die schöne Forschertochter,
die sich in den attraktiven Affenmann verliebt. Die Worte "Ich Tarzan, Du Jane" sind
weltberühmt. Doch die Aussage des Musicals ist weit mehr als nur Abenteuer oder Love
Story. Jane Porter, die gemeinsam mit ihrem Vater nach Afrika kam, um Gorillas zu
fangen, muss erkennen, dass es sich bei den Primaten um "soziale Wesen" handelt.
Die Gorillas leben in Familien. Der Silberrücken als Anführer der Sippe ist Leiter
und Beschützer. Und die größte Bedrohung dieses Familienlebens ist der Mensch. Am
Ende erreicht Tarzan nicht nur Janes Herz. Er öffnet ihr auch die Augen für wesentliche
Dinge. In einem Song singt sie über ihren Dschungelhelden: "Er geht mit der Natur
um, wie kein Mann auf dieser Welt. Die Tiere sind wie seine Freunde, von denen er
auch lernt." Tarzan ist ein modernes Plädoyer für Gorilla- und Naturschutz im Gewand
einer atemberaubenden Show. Heutzutage gibt es jedoch kaum noch Möglichkeiten, Gorillas
in freier Natur zu begegnen. Eine besondere Ausnahme ist das WWF-Projekt Dzanga Sangha
im afrikanischen Kongobecken. Dort lebt Silberrücken Makumba mit seiner Familie.
Der imposante Gorilla ist Namensgeber für das gemeinsame Projekt des WWF mit Disneys
Im Dzanga Sangha-Schutzgebiet haben Mensch und Tier gelernt, Vertrauen zueinander
aufzubauen. Außergewöhnliche Begegnungen werden da möglich. Der WWF will mit diesem
Projekt Bewusstsein schaffen für die Bedeutung des Regenwaldes und seine faszinierenden
Bewohner. Zu denen zählen auch die Menschen. Ihnen können Arbeitsplätze im Ökotourismus
und damit Alternativen zu Wilderei und Naturzerstörung geboten werden. Tarzan und
WWF Deutschland setzen sich gemeinsam dafür ein, den Lebensraum der Gorillas zu schützen
und dafür zu sorgen, dass sich der Bestand weiter erholt. Zwar zählen Gorillas zu
unseren nächsten Verwandten, dennoch werden sie gnadenlos gewildert. Ihre Heimat
- die letzten Regenwälder Afrikas - fällt Rohstoffabbau, Ölpalmenplantagen, Brandrodung
und Straßenbau zum Opfer. Wenn sich nichts ändert, werden bis 2030 über 90 % des
heutigen Gorillabestands verschwinden. Momentan leben von den vier (Unter-) Arten
der Gorillas, insgesamt nur noch weniger als 100.000 Tiere auf diesem Planeten, (von
den besonders bedrohten Cross-River Gorillas und den Berggorillas gibt es jeweils
sogar nur noch wenige hundert Tiere!).
Die im vom WWF initiierten, fast 8.000 qkm großen trinationalen Schutzgebiet am Sangha-Fluß
lebenden, noch ca. 3.000 Flachlandgorillas schützt der WWF vor Wilderei und Lebensraumzerstörung.
Außerdem werden einige Gorilla-Gruppen, z.B. die von Silberrücken Makumba, für die
dringend notwendige Forschung und den Ökotourismus, rücksichtsvoll und bestens geschützt,
an den Besuch von Menschen gewöhnt ("habituiert"). Obwohl die Bevölkerung das Schutzgebiet
- auch dank wachsender Einkünfte aus dem Ökotourismus - immer mehr respektiert, bleiben
Wilderei und Wildfleischhandel ein Dauerproblem. Geschätzte 6.000 Menschenaffen werden
in Afrika jährlich für den Buschfleischhandel getötet. Das ist eines der vorrangigsten
Probleme, die der WWF lösen will.
Alle Informationen über das Gorilla-Projekt von Tarzan und WWF Deutschland sowie
aktuelle Geschichten von Makumba und seiner Familie finden Sie auf der Website.
Quelle: Stage Entertainment Deutschland.